Was bedeuten meine Resultate?

Gratuliere! Du hast alles gegeben und die ENGINE CHECK-Teststrecke mit Bravour gemeistert. Deine Daten hast du ins Analyse-App übertragen und deine Resultate erhalten.
Doch was nun?! Fragst du dich, was deine Resultate bedeuten, wie du diese einordnen sollst und was du damit machen kannst? Dann bist du hier genau richtig! In diesem Beitrag erfährst du mehr über die Idee hinter dem ENGINE CHECK und wie du deine Resultate interpretieren und für das Training nutzen kannst. So, dass du bald deine persönliche Rekordzeit auf der ENGINE CHECK-Teststrecke unterbieten wirst.

Der Engine Check berechnet deine Durchschnittliche Leistung auf der absolvierten Teststrecke. Mit Hilfe eines validierten Models kann deine maximale 5-Minuten und 60-Minuten Leistung bestimmt, und deine maximale Sauerstoffaufnahme (VO2max) hergeleitet werden. Die VO2max ist die maximale Sauerstoffmenge, welche dein Körper bei maximaler Belastung aufnehmen und umsetzen kann. Sauerstoff ist eine Grundvoraussetzung für alle Stoffwechselprozesse in unserem Körper, unter anderem auch für die Energiebereitstellung bei Belastungen. Je höher deine VO2max ist, desto höher kann die Intensität einer Ausdauerbelastung sein ohne dass du dabei eine Sauerstoffschuld eingehst, sprich desto besser ist deine Ausdauerleistungsfähigkeit.
Die VO2max wird unterschieden als relative und absolute VO2max. Bei der relativen Betrachtung wird die VO2max in Relation zum Körpergewicht gesetzt. Die VO2max hängt von der Körpermasse ab. Je höher die Körpermasse, desto höher ist in der Regel auch die VO2max. Werden demnach nur die absoluten Werte herbeigezogen, sind schwere Athleten bevorteilt. Die relative VO2max ermöglicht interindividuelle Vergleiche.
Die Unterscheidung von relativer und absoluter VO2max ist bei der Betrachtung des Fahrerprofils zentral. Im Radsport werden zwei Fahrertypen unterschieden: Die Zeitfahrer und die Bergfahrer. Beim Zeitfahrer ist die absolute Leistung entscheidend, beim Bergfahrer die relative. Der Grund dafür wird bei Betrachtung der Physikalischen Grundlagen des Radfahrens deutlich. Aufgrund des hauptsächlich flachen Streckenprofils beim Zeitfahren, fällt der Steigungswiderstand und dementsprechend der Einfluss des Systemgewichts (Körpergewicht + Rad + Equipment) praktisch weg. Im Berg ist dieser jedoch der Hauptwiderstand, welcher der vorwärts Bewegung entgegen wirkt. Die Hangabtriebskraft muss überwunden werden und diese hängt direkt vom Systemgewicht und somit auch vom Körpergewicht ab. Darum ist bei Bergfahrern die relative VO2max ein wichtiger Leistungsindikator.

Um welchen Fahrertyp es sich bei dir handelt, kannst du im Analyse App beim Fahrerprofil erkennen. Mit Hilfe der Referenztabelle und der Häufigkeitsverteilung kannst du herausfinden, wo du mit deiner relativen VO2max stehst und ob du einer Marlen Reusser, einem Gino Mäder oder den erfolgreichen Schweizer Mountainbikern das Wasser reichen kannst!